Graeme Simsion – Der Rosie-Effekt

Nachdem ich im letzten Jahr bereits „Das Rosie-Projekt“ gelesen habe, habe ich mittlerweile auch den nachfolgenden Roman „Der Rosie-Effekt“ gelesen.

Inhalt:

O Baby! Für Don, den unwahrscheinlichsten romantischen Helden, den es je gab, geht’s nach dem Happy-End geht’s erst richtig los.

Don Tillmans »Ehefrau-Projekt« hat geklappt. Er lebt mit Rosie in New York. Und Rosie ist schwanger. Don will natürlich der brillanteste werdende Vater aller Zeiten sein, stürzt sich in die Forschung und entwickelt einen wissenschaftlich exakten Schwangerschafts-Zeitplan für Rosie.
Aber seine ungewöhnlichen Recherchemethoden führen erstmal dazu, dass er verhaftet wird. Was Rosie auf keinen Fall erfahren darf, um ihre Beziehung nicht zu belasten. Also muss Don improvisieren, seinen Freund Gene einspannen und Lydia, die Sozialarbeiterin, davon überzeugen, dass er ein Superdad sein wird. Bei alledem übersieht er fast das Wichtigste: seine Liebe zu Rosie und die Gefahr, sie genau dann zu verlieren, wenn sie ihn am meisten braucht.

Graeme Simsion – Der Rosie-Effekt

Fazit: Don Tillmans besondere Herangehensweise an Beziehungsprobleme, den Kauf eines Kinderwagens oder eine schalldichte Kinderwiege, sorgte bei mir beim Lesen für jede Menge Lacher. Don macht auch in diesem Buch sich und anderen das Leben komplizierter als nötig wäre, was zu allerhand Chaos und (weiteren) Problemen führt. Auch wenn die Grundidee des am Asperger-Syndrom leidenden Protagonisten hier nicht mehr neu und überraschend ist, werden die Tücken des Ehe-Alltags und die Schwangerschaft von Rosie für Don zu neuen, großen Herausforderungen. Ebenso wie „Das Rosie-Projekt“ ist der Nachfolge-Roman sehr bildlich und witzig geschrieben. Von mir gibt es deshalb eine klare Leseempfehlung.

23. April 2018 von Julia
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Sarah Bosetti – Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so

Nachdem ich bereits „Mein schönstes Ferienbegräbnis“ und „Wenn ich eine Frau wäre“ von Sarah Bosetti verschlungen habe, freute ich mich sehr, als ich im letzten Herbst mitbekam, dass sie ein weiteres Buch veröffentlicht hatte: „Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so“.

Sarah Bosetti – Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so

Inhalt:

Niemand mag es, doch wir alle tun es: scheitern. An uns selbst, aneinander, an der Welt und natürlich an unseren Ansprüchen. Dabei ist es doch ganz einfach: Wenn man mal wieder das Mittelmaß trifft, einfach freundlich grüßen! In diesem Buch lotet Sarah Bosetti auf einer Silvesterparty – der Nacht der gescheiterten Existenzen – die vielen Möglichkeiten aus, sich zwischen Erfolg und Misserfolg genussvoll einzunisten. Sie erzählt von Menschen, die Schauspieler werden, weil sie es als Kellner einfach nicht geschafft haben, vom Versuch, mit Schwimmflügeln an den Füßen über Wasser zu gehen, und von der Einsicht, dass wir alle Gollum sind, wenn man uns neben Scarlett Johansson stellt. Ehrlich, selbstironisch und sehr witzig!

Fazit:
Die Beschreibung der Silvesterparty, zu der die Protagonistin ausschließlich fremde Personen eingeladen hat, nachdem sie ihre Freunde vor ein paar Tagen durch einen Un- bzw. Vorfall mit einem Kaninchen „verloren“ hat, ist äußerst skurril und durchsetzt mit schreiend komischen Gedanken zum Thema Scheitern.

Nachdem mir ihr erstes Buch „Wenn ich eine Frau wäre“ nicht so gut gefallen hat und ich von „Mein schönstes Ferienbegräbnis begeistert war – hat mir „Ich bin sehr schön, das sieht man nur nicht so“ mit seinen klugen, oft schon fast philosophisch wirkenden Wahrheiten, die immer auch eine Spur Gehässigkeit enthielten, wieder sehr gut gefallen. Von mir gibt es deshalb eine Leseempfehlung.

 

 

 

08. April 2018 von Julia
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Dankbarkeit und Liebe

Heute feiern meine Katzenkinder ihren 3. Geburtstag. Ich bin seit knapp drei Jahren glücklich sie bei mir zu haben, auch wenn sie manchmal recht chaotisch sind und mir dann und wann auch schonmal auf die Nerven gehen. 😉 Aber wenn sie dann entweder allein oder zusammen zu mir kommen, um mit mir zu kuscheln, während ich Fernsehen schaue oder im Bett liege und lese oder einfach nur schlafe – dann empfinde ich einfach nur Dankbarkeit und Liebe für diese beiden wunderbaren und z.T. auch wundersamen Wesen, die mich nun seit knapp drei Jahren begleiten. In Menschenjahren sind Pünktchen und Anton nun übrigens 28 Jahre alt – sie benehmen sich aber meistens eher wie ungezogene Teenies oder Rowdies mit Fellüberzug. 😉

Hier übrigens mal eine Tabelle, in der das Katzenalter und das vergleichbare Menschenalter dargestellt werden. 

 

Pünktchen hat es sich auf der Bettdecke gemütlich gemacht.

 

Während Pünktchen meistens eingerollt schläft, liebt Anton es sich lang zu machen und am besten noch den Bauch in die Luft zu strecken.

 

07. April 2018 von Julia
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Vielen Dank

Foto: Pixabay

Auf diesem Weg möchte ich danke sagen für all die Glückwünsche anlässlich meines 36. Geburtstages, die mich via Facebook, Twitter, SMS, Telefon, Threema, WhatsApp und Xing erreicht haben. Es ist schön zu wissen, dass an diesem Tag so viele Menschen an mich gedacht haben. Und auch, wenn ich mit einer Erkältung im Bett lag, hatte ich einen schönen Tag. 🙂

29. März 2018 von Julia
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13 Jahre

Foto: Pixabay

Am 24.03.2005 habe ich diesen Blog geschenkt bekommen und meinen ersten Beitrag verfasst. Seit 13 Jahren existiert mein Blog also nun – ein Grund zu feiern wie ich finde. Und auch, wenn ich das Schreiben in den letzten Monaten wieder habe etwas schleifen lassen und ganz vielleicht auch mal darüber nachgedacht habe meinen Blog einzustampfen, ist er immer noch da. Denn auch, wenn ich manchmal über mehrere Monate keinen neuen Beitrag verfasse, so habe ich doch weiterhin Lust am Schreiben. In Zukunft werde ich auch versuchen mal wieder eine neue Regelmäßigkeit in meine Einträge zu bringen – versprochen. Und es würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr weiterhin dran bleibt, mitlest und im Idealfall hin und wieder einen Kommentar da lasst. Auf das nächste Jahr!

24. März 2018 von Julia
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Graeme Simsion – Das Rosie-Projekt

Auf eine Empfehlung hin, die ich im Sommer von zwei Mitgliedern der Lichtspielbühne Rhein-Mosel e.V. bekommen habe, habe ich mir im Oktober „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion gekauft und es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen.

Inhalt:

Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist.
Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik.

 

Graeme Simsion – Das Rosie-Projekt

Fazit: Die Empfehlung, die ich bekommen habe, war absolut gerechtfertigt, so dass ich das Buch jederzeit weiterempfehlen würde. „Das Rosie-Projekt“ ist zum einen sehr amüsant, ich musste mehr als ein Mal schmunzeln oder sogar laut lachen, zum anderen ist es eine wunderbare Liebesgeschichte. Es ist schön zu sehen, wie sich zwischen zwei Personen, die absolut unterschiedlich sind, eine zunächst unwahrscheinlich erscheinende Beziehung entwickelt. Der Roman sprüht vor Witz und ist sehr bildlich geschrieben. Und weil mir das Buch so gut gefallen hat, lese ich seit Kurzem den Nachfolge-Roman „Der Rosie-Effekt“. 🙂

31. Dezember 2017 von Julia
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Arwyn Yale – Stumme Narben

„Stumme Narben“ von Arwyn Yale ist zwar erst im Februar diesen Jahres erschienen, erzählt allerdings die Geschichte der Entscheidung Nathan O’Brians die Polizei zu verlassen, um als Privatdetektiv zu arbeiten und steht damit ganz am Anfang des Berufslebens des Privatermittlers.

Inhalt:

Um nach einem aufreibenden Fall zur Ruhe zu kommen, mietet Detective Inspector Nathan O?Brian ein einsam gelegenes Cottage im Norden Englands. In einer stürmischen Nacht klopft ein kleines Mädchen an seine Tür, bis auf die Knochen durchweicht, hält sie einen Zettel in der Hand, auf dem lediglich ein Name steht: Kate Haddock. Das Mädchen spricht kein Wort, niemand im Ort kennt sie. Den Namen Kate Haddock jedoch kennt jeder. Die Fünfjährige ertrank vor dreißig Jahren, in einer ebenso stürmischen Nacht. Als Nathan O’Brian sich in die Ermittlungen einmischt, wird ein Mordversuch auf die einzige Person verübt, die Licht ins Dunkle bringen könnte …

Arwyn Yale – Stumme Narben

Fazit: Das Prequel zur Nathan O’Brian Reihe ist spannend und verstörend zugleich. Das Thema des Buches regt zum nachdenken an und die Geschichte ist gut durchdacht. Von mir gibt es deswegen eine Leseempfehlung.

26. November 2017 von Julia
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Arwyn Yale – Todesschwestern

Nachdem ich bereits „Tote töten ewig“ und „Sei mein Tod“ von Arwyn Yale gelesen hatte, habe ich vor ein paar Wochen auch „Todesschwestern“, den ersten Fall von Nathan O’Brian gelesen.

Inhalt:

Die Presse nannte sie »Die Todesschwestern«. Noelle und Joss waren sechzehn und siebzehn, als sie beschlossen, sich gemeinsam das Leben zu nehmen. Nur Joss überlebte. Ein Jahr später ist sie spurlos verschwunden. Privatdetektiv Nathan O’Brian soll das labile Mädchen finden. Zunächst scheint es sich um die gewöhnliche Suche nach einem fortgelaufenen Teenager zu handeln. Doch schon bald wird klar, dass nichts an dem Auftrag gewöhnlich ist, denn Joss verfolgt ein mörderisches Ziel.

 

Todesschwestern – Arwyn Yale

Fazit: Auch wenn ich die anderen Fälle von Nathan O’Brian schon kannte, war es schön mit „Todesschwestern“ den sympathischen Ermittler von seinem ersten Fall an kennenzulernen. Die Geschichte, die neben dem Protagonisten noch viele andere sehr lebensnahe Personen beinhaltet, die nach und nach in die Handlung eingeführt werden, ist glaubwürdig und in sich schlüssig.  Mich hat der erste Fall des charmanten und sympathischen Privatdetektivs genauso gefesselt wie die nachfolgenden Bände. Am Ende war ich sogar ein wenig traurig, dass das Buch so kurz war. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung für „Todesschwestern“.

 

03. Oktober 2017 von Julia
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Hidden Figures

Bereits als ich im letzten Jahr im Kino den Trailer zu „Hidden Figures“ sah, wollte ich mir den Film unbedingt ansehen. Leider konnte ich keinen meiner Freunde in Bielefeld dazu bewegen sich den Film mit mir anzuschauen. Auch frisch in Rheinland-Pfalz angekommen, wollte niemand den Film mit mir schauen. Heute habe ich mir ihn dann schließlich auf DVD angesehen.

Die Geschichte:

Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen erzählt erstmals die wahre Geschichte von Katherine Johnson (Taraji P. Henson), Dorothy Vaughan (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monáe) – drei brillanten afroamerikanischen Frauen, die zu Beginn der sechziger Jahre als Mathematikerinnen bei der NASA arbeiteten und maßgeblich an der Erdumrundung des Astronauten John Glenn beteiligt waren. Eine atemberaubende Leistung, die den USA beim Wettlauf ins All den entscheidenden Vorsprung verschaffte. Dabei musste das visionäre Trio sämtliche Geschlechter- und Rassengrenzen überschreiten und ist damit eine Inspiration für kommende Generationen. Neben Henson, Monáe und Oscar®-Gewinnerin Spencer beeindrucken Kevin Kostner und Jim Parsons in weiteren Rollen und machen Hidden Figures zu einem filmischen Meisterwerk. 

DVD – Hidden Figures

Die drei Protagonistinnen des Films kämpfen Tag für Tag mit Vorurteilen und gegen Diskriminierung, um Anerkennung und ein Stück Gleichberechtigung und geben dabei niemals auf. Sie erreichen ihre Ziele mit jeder Menge Intelligenz, viel Durchhaltevermögen sowie sprühendem Esprit.

Der Film – „Hidden Figures“ –  ist passend zu den 1960iger-Jahren konventionell gemacht und hebt dadurch wirkungsvoll die Geschichte der drei real existierenden Frauen hervor. Indem Originalbilder mit Zeitkolorit gemischt werden, entsteht ein Film voll ungezwungener, frecher Unterhaltung, Humor sowie einer Liebesgeschichte. Obendrein beinhaltet „Hidden Figures“ eine große Portion Pathos und adäquat feierliches Heldentum.

Taraji P. Henson, Octavia Spencer und Janelle Monáe spielen ihre Rollen frei und beherzt, zeigen ihre Figuren mal devot, mal mutig und stolz, mal kämpferisch resolut und mal süffisant oder heiter. Auch Kevin Kostner als Al Harrisson (Chef der NASA), Jim Parsons als Paul Stafford (Ingenieur bei der NASA) sowie Kirsten Dunst als Vivian Michael spielen ihre Charaktere großartig auf.

Fazit: „Hidden Figures“ ist ein absolut wunderbarer Film über drei fantastische Frauen. Theodore Melfi erzählt die Geschichte des Frauentrios sehr einfühlsam, witzig, überaus intelligent und sehr spannend. Mich hat der Film absolut begeistert und ich kann nur eine Empfehlung aussprechen sich den Film anzuschauen.

06. Juli 2017 von Julia
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Sarah Bosetti – Wenn ich eine Frau wäre

Nachdem ich bereits vor 1 1/2 Jahren Sarah Bosettis „Mein schönstes Ferienbegräbnis“ gelesen habe, habe ich mir gestern ihr Erstlingswerk „Wenn ich eine Frau wäre“ zu Gemüte geführt.

Zum Buch:

Nein, in diesem Buch geht es nicht um jene vielbesungenen kleinen Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

„Wenn ich eine Frau wäre“ ist eine bissig-absurde Großstadtgeschichte, prall gefüllt mit Kloschüsselromantik und Selbstironie. Schnell, witzig und im Kern bitterböse. Also doch ein bisschen wie eine Frau.

Sarah Bosetti erzählt von Michelinweibchen, von den Dorfältesten Berlins und vom Haupthaar verweichlichter Großstadtbewohner. Und nicht zuletzt von Ulf, der alles hat, was ein guter Mann braucht: überbordende Kreativität, bedingungslose Hingabe und einunddreißig Brusthaare.

Sarah Bosetti – Wenn ich eine Frau wäre

Das Buch vereint locker aneinander gereihte Episoden aus dem Leben der beiden Protagonisten – Sarah und Ulf. Die Kurzgeschichten sind z.T. urkomisch.

Fazit: Auf der Suche nach leichter Unterhaltung macht man mit diesem Buch nichts falsch. Aber – es ist bei weitem nicht so gut wie „Mein schönstes Ferienbegräbnis“.

 

12. Juni 2017 von Julia
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