Ich mache Schluss!

Mein innerer Schweinehund und ich – wir sind noch gute Freunde. Aber eigentlich bereitet mir unsere Freundschaft schon seit einiger Zeit Unbehagen. Auch wenn mein innerer Schweinehund wirklich ein possierliches Tierchen ist, möchte ich ihn nicht weiter beherbergen, denn manchmal schreit bellt er einfach viel zu laut und gibt erst Ruhe, wenn ich ihn mit Schokolade oder anderen Naschereien gefüttert habe. Dann quietscht und gluckst mein innerer Schweinehund vor Glück.

Aber ich mag meinen inneren Schweinehund nicht länger füttern, sondern ich möchte, dass er verschwindet. Aus diesem Grund habe ich mein Vorhaben mir neue Laufschuhe zuzulegen heute direkt in die Tat umgesetzt.

Dafür war ich zunächst in einem großen Kaufhaus, in dem es zwar eine Sportabteilung, aber kein kundiges Fachpersonal gab. In diesem Geschäft streunte mein innerer Schweinehund noch freudig durch die Gänge, da ihm unser Ausflug gefiel. Da ich allerdings ziemlich schnell bemerkte, dass der zuständige Verkäufer scheinbar nur rudimentäre Kenntnisse über die verschiedenen Laufschuhe besaß, verließ ich das Kaufhaus nach relativ kurzer Zeit wieder und steuerte ein Fachgeschäft an.

Das war allerdings gar nicht so leicht, da das possierliche Tierchen enorme Kräfte entwickelte , als es bemerkte, dass wir auf ein Sportgeschäft zusteuerten. Es zog und zerrte an seiner Leine und versuchte mich mit aller Kraft und lautem Bellen dazu zu bewegen einen großen Bogen um das Geschäft zu machen. Schließlich legte ich meinem inneren Schweinehund einen Maulkorb an und band ihn mit seiner Leine in einiger Entfernung zum Sportgeschäft an einer Laterne an.

Nun konnte ich ohne das possierliche störende Tierchen das Fachgeschäft betreten und mich in aller Ruhe über die richtigen Laufschuhe informieren.

Nach kurzer Wartezeit eröffnete ich das Gespräch mit einer offensichtlich fachkundigen Verkäuferin. Zuerst informierte sie mich über die Passformen der verschiedenen Hersteller. Dann bat sie mich zu einer Laufanalyse. Nach der Laufanalyse stand fest, dass ich beim Laufen überproniere – also einen Laufschuh benötige, der der Überpronation entgegenwirkt bzw. sie ausgleicht. Schließlich ging ich mit den scheinbar passenden Laufschuhen zurück aufs Laufband und verließ ca. eine 3/4 Stunde später mit genau diesen Schuhen das Sportgeschäft.

Mein Plan ist es 2-3 Mal die Woche laufen zu gehen. Und damit mein innerer Schweinehund keine Chance mehr bekommt sich bei mir anzukuscheln und mich davon abzuhalten diesen Plan umzusetzen, werde ich euch über meine „Fortschritte“ auf dem Laufenden halten.

30. Juni 2014 von Julia
Kategorien: Julia sportelt, Projekt 63 | Schlagwörter: , , , | 5 Kommentare

Kommentare (5)

  1. @Neuroserve Da ich heute, bei meinem ersten Lauf 4,2 km gelaufen bin, kannst du dir sicherlich denken wie viele Kilometer sie mittlerweile gesehen haben. ;)

  2. Und? Wieviele Kilometer haben Deine neuen Schuhe schon „gesehen“.

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  4. @tomww Sowieso! Muss meine Fussgelenke/Knöchel erstmal wieder stabilisieren.

  5. Das liest sich so gut!

    Als altes Läuferchen bleibt nur ein Rat: Es ist vollkommen Okay die ersten Monate die Hälfte der Strecke im Intervall nur flott zu gehen.

    Viel Spaß!