Gemotzt

motz.jpgHeute war ich in den morgendlichen Stunden schon mit ihm in der Bielefelder Innenstadt unterwegs. Nachdem wir einige Zeit unterwegs waren, hatten wir beide Hunger und entschieden uns für Fast Food. Bei MC Donalds angekommen, hatten sich an drei Kassen Schlangen gebildet. Wir stellten uns an eine von ihnen. Während des Wartens, fing ein etwa 3-4 jähriger Junge damit an vor dem Bedienungs- bzw. Thekenbereich Terror zu schieben. Die drei geöffneten Kassen bzw. die Schlangen davor gefielen ihm wohl nicht und so fing er an zu schreien und zu weinen. Man stelle sich also vor: Kleiner Junge weint und schreit und will an die vierte, nicht geöffnte Kasse. Seine Mutter: “Sei endlich still, sonst hau ich dir eine runter!” Der kleine Junge nimmt den Ausspruch der Mutter entweder nicht wahr oder nicht ernst und das Geschrei geht weiter. Die Mutter: ” Ok, du willst das (an die andere Kasse) und ich will ein liebes Kind!” Natürlich reagiert der Kleine auch auf diesen Ausspruch nicht. Weitere Tränen fließen und der kleine Junge wirft sich schreiend auf den Boden im Kassenbereich. Ein Mitarbeiter von MC Donalds versucht ihn mit zwei Päckchen Gummibärchen zu beruhigen. Aber nichts hilft, das Kind schreit und weint. Und dann kam der für das Kind verständlichste Ausspruch der Mutter: “Du solltest dich mal was schämem! Woanders auf der Welt gibt es Kinder, die haben gar nichts zu essen.” Mein Begleiter und ich dachten nur: “Na klar, wieso nicht?! Das hat der Kleine jetzt bestimmt verstanden!” Schließlich haben die Frau und ihr Sohnemann ihre bestellten Sachen bekommen und zogen ab.


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Kommentare

2 Kommentare zu „Gemotzt“

  1. Jetz würd mich doch gleich mal interessieren, was ihr an der Stelle der Mutter gemacht hättet.
    :-)

    LG
    Alex

  2. Woanders auf der Welt hätte auch die 4. Kasse aufgehabt.

    Konsequent wäre mal gewesen dem Kind gar nichts zu geben, mit meinem Lieblingsnachsatz: Kinder die schreien kommen ins Heim!

    Muharhar!