Ein Bielefeld Szenario…

Heute Morgen gegen 10 Uhr: Ich bin mit der Bahn, Linie 4, Richtung Uni unterwegs. Als ich in die Bahn einsteige, ahne ich noch nichts Schlimmes. Kurz nach mir jedoch steigt ein älterer Herr mit hässlicher Norwegermuster-Mütze ein. Auf dem Rücken trägt er einen riesigen Rucksack, der natürlich total vollgestopft ist. An seiner rechten Schulter hängt eine Gitarrentasche. Und hinter her sich zieht er noch eine Reisetasche mit zwei Rädern. Der Inhalt der Tasche sieht nach einem veralteten Monitor aus. Die Bahn ist, wie jeden Werktag um diese Zeit, vollgestopft mit Studenten. Mittendrin der ältere Herr mit seinem Gepäck. Ich habe mich in die Nähe der anderen Tür gestellt, doch meine Flucht bleibt ohne Erfolg. Er rückt mir immer weiter auf die Pelle, rammt mir schließlich ein paar Mal seinen Rucksack in den Bauch, so dass mir fast schlecht wird. Einem jungen Mann, der seitlich neben mir steht, haut er beim hin- und herschwenken, um etwas mehr Platz zu gewinnen, seine Gitarre gegen den Kopf! Wahrscheinlich ist er mit der "Monitortasche" noch einer weiteren Person über die Füße gefahren. Als ich nun also mit einem leichten Gefühl der Übelkeit in der Bahn stehe, überlege ich mir, ob der ältere Herr nicht einfach ein oder zwei Bahnen später hätte fahren können! Ist es wirklich nötig, sich zu den Stosszeiten mit seinem gesamten Hausrat in die Bahn zu quetschen?! Ich denke nicht, aber so was ist wirklich typisch für Bahnfahrer in Bielefeld!


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Kommentare

4 Kommentare zu „Ein Bielefeld Szenario…“

  1. Julia

    Oh stimmt ja, hab ich wohl schon wieder verdrängt! Dann war das alles wohl bloß ein böser Alptraum… ;)

  2. …und dabei gibt es Bielefeld doch gar nicht…

  3. Julia

    Hm, ganz so wild ging es heute Morgen in der Bahn ja nun nicht zu ;)! *g*

  4. Lothar

    Hallo Julia,

    also, jedenfalls hast das überlebt. Fahr mal mit dem Zug von Duisburg nach Dinslaken zur Hauptberufszeit. Du glaubst gar nicht wieviele Menschen in einen Zug passen.

    Aber Dein Erlebnis erinnert mich auch an eine Begebenheit im Zug, als vor über 30 Jahren, ich mit meinen Eltern an der Nordsee war und auf der Rückfahrt jemand versuchte eine Hochseeangel, Kescher und halt Dich fest frisch gefangene Fische in einen kleinen Schienenbus zu zwängen. Ergebnis der Geschichte mehreren Leuten die Angel fast ins Auge gerammt und ein Fisch landete auf dem Schoss einer Frau die aufsprang und dabei dann den neben Ihr sitzenden Mann so erschreckte das er den Katzenkorb fallen lies, die Katze rausschoss und eine wilde Jagd begann, da sich im Zug mehrere Hunde befanden. Den Tag werde ich nie vergessen *lach*