„Gerade kann jede“ – Abendveranstaltung im Technologiezentrum Bielefeld

Heute war ich mit @anachorete auf einer Veranstaltung im Technlogiezentrum in Bielefeld. Das Thema der Abendveranstaltung war: „Gerade kann jede“ – Nicht alltägliche Berufswege erfolgreich vermarkten. Die Idee hinter der Themenvergabe war sicherlich gut gemeint, ebenso wie das Konzept ausschließlich für Frauen anzubieten. Aber das Gegenteil von gut ist eben nur gut gemeint. ;)

Mich hat das Konzept definitiv nicht vom Hocker gehauen, aber ich bin nunmal auch das Konzept eines BarCamps gewohnt. So hat es mich bspw. irritiert, dass die Teilnehmerinnen bei dieser Veranstaltung, bei der die teilnehmenden Damen zum „Netzwerken“ aufgerufen waren, vor der Podiumsdiskussion in kleinen Gruppen oder teilweise auch alleine im Foyer des Technologiezentrums herum standen. Weder die einzeln stehenden Damen, noch die Damen, die sich scheinbar bereits kannten, machten irgendwelche Anstalten sich gegenseitig kennenzulernen.

Nach einer Begrüßung inclusive kurzer Einführung in das Abendprogramm, durften sich schließlich die vier Damen vorstellen, die auf dem Podium Platz genommen hatten. Ok – sie hatten alle ihren Beruf gewechselt. Tja – und dann wurden sie von den Organisatorinnen des Abends interviewt. Aus dem Publikum durften, soweit ich das mitbekommen habe, keine Fragen gestellt werden. An dieser Stelle muss ich allerdings zugeben, dass ich den Veranstaltungsraum für den Konsum von frischer Luft zwischenzeitlich mal verlassen habe.

Nach der Podiumsdiskussion die gefühlt also nur zwischen den vier Damen auf dem Podium und den zwei Moderatorinnen geführt worden war, sollten die Damen im Foyer drei Runden Speed-Dating machen und sich den ihnen gegenüberstehenden Damen vorstellen und dabei Visitenkarten austauschen. Pfiffig – aber das Gegenteil von gut ist eben nur gut gemeint. ;)

Aus diesem Punkt der Veranstaltung habe ich mich dann bewusst ausgeklinkt, weil man in dem Stimmengewirr weder das Gesagte seines Gegenübers, noch sich selbst hören konnte, zumindest erschien es mir so aus der Perspektive einer (teilnehmenden) Beobachterin.

Nach dem Speed Dating begann der Run auf das Buffet. Meiner Meinung nach an einer völlig falschen Stelle in der Location (wieder Foyer, aber viel zu enge Stelle… auf dem Weg zu den Toiletten) platziert. Und wieder gab es Damen die einzeln in der Gegend herum standen. An dieser Stelle möchte ich hinzufügen, dass Stehtische den Verzehr der Kanapees und das geplante Netzwerken irgendwie geselliger gemacht hätten.

Also beobachtete ich die Szenerie des Abends und stellte mir wirklich mehr als ein Mal die Frage, ob irgendjemandem ein Zacken aus der Krone bricht, wenn er auf jemanden, der alleine herum steht, zugeht… oder eben einfach mal eine Gruppe anzusteuern. Aber ok – jeder Mensch ist anders und mir fällt es eben leicht andere Menschen kennenzulernen bzw. anzusprechen.

23. April 2015 von Julia
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