Während ich im EC von Bonn nach Hamburg sitze und der Zug mittlerweile schon über 50 Minuten Verspätung hat, haben sich meine Nerven mittlerweile wieder etwas beruhigt. Nachdem ich mich vor der Ankunft des Zuges in Bonn über eine angekündigte Verspätung von 50-60 Minuten aufgeregt habe und zwischenzeitlich beinahe wegen einem Schranz hörenden jungen Mann Amok gelaufen wäre, muss ich schmunzeln, als ein junges Pärchen kurz vor Dortmund beginnt sich über twitter zu unterhalten.
Der junge Mann erzählt der mitreisenden jungen Dame, dass er vor zweiTagen im Fernsehen einen Bericht über twitter gesehen hat. Der nächste große Hype soll es sein, dieses twitter – jeder probiert das zur Zeit aus und in 3 Monaten wird niemand mehr davon sprechen. Soviel ist dem jungen Mann schon jetzt klar. Das Prinzip der 140 Zeichen langen Nachrichten, in denen man seinen Freunden oder völlig Unbekannten berichten kann, was man gerade tut, scheint er verstanden zu haben. Während ich den beiden so lausche, bin auch ich als twitter-Userin wirklich ein bißchen gespannt in welche Richtung sich twitter oder Microblogging überhaupt noch entwickeln wird.
Als ich heute Morgen von der Haltestelle Stadthaus mal wieder zu Fuss zum Office gelaufen bin, ist mir der etwas kleinere Mann mit der hohen Stirn und denen im Nacken doch recht langen Haaren gar nicht aufgefallen, bis…
Nichts ahnend ging ich meines Weges als der Mann plötzlich neben mir auftauchte und mir irgendwelches wirres Zeug ins Gesicht schrie. Von einem Brief war die Rede – den Rest habe ich nicht mehr verstanden. Irgendwie erinnerte mich diese Szene beim Weitergehen an eine schlechte Szene aus “Verstehen Sie Spaß?”.
An der nächsten Ampel hatte ich den Mann mit der hohen Stirn und denen im Nacken doch recht langen Haaren zunächst “abgehangen” – als er plötzlich an mir vorbeischoss und bei rot die Straße überquerte.
Ich war wirklich froh als er aufgrund seines Tempos schon nach kurzer Zeit nicht mehr zu sehen war. Auf jeden Fall hat mich die Aktion des Mannes ziemlich erschrocken, mein Herz raste wie wild und mein Kopf war in absoluter Alarmbereitschaft.
Man hatte mich gewarnt. Man hatte mir gesagt, dass es in dem kleinen Kiosk, der auch eine “Mini-Postfiliale” beherbergt ziemlich komisch zugehen würde. Einen Namen für den kleinen Kiosk mit “Mini-Postfiliale” gab es auch schon: Post des Grauens.
Bevor ich heute das erste mal die Post des Grauens betrat, wollte ich dem Ganzen nicht wirklich Glauben schenken. Doch ich wurde heute eines Besseren belehrt.
Im Kiosk In der Post des Grauen war es ziemlich finster und es lag allerlei Killefit unsortiert im Verkaufsraum herum. Im Schaufenster werden Shishas in verschiedenen Größen zur Schau gestellt. Hinter dem Verkaufstresen entdeckte ich dann den ziemlich schmierigen Verkäufer, der mit glasigen Augen in irgendeiner Zeitschrift herum las.
Ich legte meinen Briefumschlag, der natürlich ordentlich mit meinen Adress-Etiketten beklebt war, auf den Tresen und fragte den Verkäufer wie viel Porto der Brief wohl kosten würde. Der Verkäufer schielte mit seinen glasigen Augen auf den Umschlag und sagte halb fragend: “Ist ein normaler Brief, ne?” “Na, ich dachte sie könnten mir genaueres sagen”, sagte ich. “Normaler Brief denke ich.”, sagte der schmierige Verkäufer und kramte in einer Schublade nach einer Briefmarke. “Ich brauche keine Briefmarke, wenn das ein normaler Brief ist.” Trotzdem kramte er weiter in der Schublade. “Ich brauche keine Briefmarke, wenn das ein normaler Brief ist”, wiederholte ich.
Ich klebte eine meiner “Vorratsbriefmarken” auf den Umschlag und reichte ihm den Umschlag über den Tresen. “Nee, könnse draußen einwerfen. Die werden alle zur gleichen Zeit abgeholt.”
Ja nee, ist klar! Also, wenn es sich vermeiden lässt, werde ich die Post des Grauens so schnell nicht wieder aufsuchen. Mit Service und halbwegs kompetenter Bedienung muss man in der Post des Grauens nämlich nicht rechnen.
Seitdem ich am Dienstag in Münster war, hege ich den schrecklichen Verdacht bzw. habe ich das ungute Gefühl, dass in Münster die UNFREUNDLICHSTEN Menschen Deutschlands leben. Ok, vielleicht sollte ich das nicht so pauschalisieren, aber in Münster leben anscheinend die Menschen, die mit der StVO rein gar nichts am Hut haben.
Kurz nachdem ich den Hauptbahnhof in Münster verlassen hatte, wurde ich auf den ersten 500 m meines Fussweges von mindestens 4 Menschen über den Haufen gerannt. Auch die Tatsache, dass ich ihnen ausgewichen bin, veranlasste sie dazu doch noch in meine Richtung zu steuern, um mir z. B. einen Ellebogen in die Seite zu rammen oder meinen Rucksack mitzureißen.
Am ersten Zebrastreifen, den ich passieren musste, merkte ich dann, dass die Fahrradfahrer, von denen es in Münster ja nicht gerade wenig gibt, irgendwie die Narrenfreiheit gepachtet haben müssen und die Autofahrer am besten alle mal zur Nachschulung geschickt werden müssten, da jeder, wirklich jeder von ihnen die StVO missachtete. Italienische Verhältnisse herrschten dort auf Münsters Straßen, denn bei dem Versuch den Zebrastreifen zu überqueren, klingelten die Fahrradfahrer mich zur Seite und die Autofahrer fuhren auch einfach weiter. Nun frage ich mich natürlich, ob diese I*ioten das auch alle machen, wenn da Kinder über die Straße wollen… ich hoffe nicht.
Dass es auch nette, wirklich sehr nette Menschen in Münster gibt… das erfahrt ihr eventuell heute oder morgen.
Eben im ICE von Berlin nach Bielefeld. 20 Minuten vor Bielefeld möchte ich nochmal die Toilette aufsuchen, als plötzlich ein ca. 3 jähriges Mädchen aus der Toilette auf den Gang geschoben wird. Sie schaut mich mit großen Augen an und fragt mich, ob ich etwa auf diese Toilette gehen möchte. Ich sage ja und sie antwortet mir in Froop-Mädchen-Manier:”Da ist besetzt! Und außerdem ist das eine Herrentoilette! Nur für Männer.” Ich schaue sie verwundert an und sage, dass da aber das Symbol an der Tür fehlt, dass die Toilette nur Männer besuchen dürfen. Daraufhin entgegnet sie mir, dass da aber gerade ihr Papa drin ist und das die Toilette deswegen nur für Männer ist. *gnihihihihihi*
Heute war es mal wieder soweit – ich war beim Friseur. So eine Kurzhaarfrisur ist wirklich schon nach kurzer Zeit wieder “schneidebedürftig”, dass fällt mir quasi jeden Monat wieder auf. Also besuchte ich heute den Friseur meines Vertrauens… Der Schnitt ist wirklich gut geworden, aber die Friseurin, die mir zugeteilt worden war, fand ich schon eine Spur anstrengend… Ich hab mich wirklich gefragt, wer sie, die vom Tempo des Schneidens an einige der Kassiererinnen aus dem Supermarkt um die Ecke erinnerte, eingestellt hat. Sie musste ungelogen 3 Mal meine Haare neu befeuchten, um weiter schneiden zu können. Naja, wenigstens sind die Haare jetzt wieder auf eine ordentliche Länge zurück gestutzt worden…
Beim Staub saugen über den verhinderten Supergau mit der Katzentoilette nachgedacht. In Gedanken verloren den Wassernapf mit dem Stromkabel umgerissen und dabei den Flur unter Wasser gesetzt… Keinen Lappen gefunden… die vollgesaugten Küchenpapiertücher in die Toilette geschmissen. Toilette verstopft… Kann mich jemand erschießen, bitte?
Habe das Zugticket soeben storniert++Stopp++3/4 meines Kleiderschrankes schon im Reiseschwein++Stopp++wegen Überlast Schwertransporter gemietet++Stopp++weiß, dass ich so viele Klamotten niemals in 4 1/2 Tagen benötige++Stopp++”Fotoshooting” am Freitag ist Schuld++Stopp++nachher den Rest einpacken++Stopp++gute Nacht++