März4
Heute bin ich zum 2. Mal unverhofft Mama geworden – Katzenmama. Neben meiner Yindi beherberge ich jetzt auch noch Momo, den Kater meiner Schwester, da ihre Katze zur Zeit ziemlichen Terror wegen dem kleinen Katzenmann schiebt. Bis jetzt ist es noch einigermaßen ruhig in meinem Domizil. Yindi, die Hausherrin thront auf meinem Bett, während sich Momo hinter der Kommode, auf der der Fernseher steht, versteckt hat. Ich bin sehr gespannt, ob in den nächsten Tagen die Fetzen fliegen oder ob die beiden sich irgendwie anders einig werden können. Zugegeben, ein klein wenig habe ich schon ein mulmiges Gefühl, da ich meiner Yindi ja nun einen Rivalen in ihr Revier gesetzt habe. Ich hoffe, dass alles gut geht. Ob Momo jetzt für immer bei mir bleibt oder nur vorübergehend wird sich wohl erst in ein paar Wochen entscheiden. Drückt mir bitte mal die Daumen, dass es nicht zu allzu großen Streitereien zwischen den beiden Miezen kommt.
Februar15
Nachdem heute Morgen jemand da war, um sich die kaputte Heizung anzuschauen, kam heute Mittag ein Handwerker, um das Leck in der Heizung zu reparieren. Dafür musste das komplette Wasser aus den Heizkörpern gelassen werden. Ein Schlauch wurde an die Heizung angeschlossen und das Wasser nach draußen in die Kanalisation geleitet. Dafür stand die Wohnungstür sperangelweitoffen. Plötzlich bekam ich einen Schock. Die Katze war nämlich plötzlich unauffindbar. Ich schaute überall nach: unter dem Bett, unter der Bettdecke, im Wohnzimmer, in der Küche, in und auf den Schränken und Regalen in der Wohnung. Nichts, die Katze war verschollen. Also machte ich mich im Hausflur und im Keller auf die Suche nach Yindi. Wieder blieb meine Suche erfolglos. Sie reagierte weder auf meine Rufe, noch auf das Rascheln mit einem Catstick, mit dem sie normalerweise immer hervorzulocken ist. Langsam machte ich mir ernsthaft Sorgen, dass die Katze weggelaufen wäre. Aber dafür hat sie doch viel zu viel Angst… Schließlich fand der Freund meiner Mitbewohnerin die Katze in der Küche in einem kleinen Spalt hinter der Anrichte in eine Ecke gekauert. Da hätte ich sie niemals gefunden. Puh, ich war ganz schön froh, dass meine Yindi wieder aufgetaucht war.
Januar24
Wie jeder, der sich ein bißchen mit Katzen auskennt, weiß, sind Katzen nachtaktiv. Da meine Yindi eine reine Wohnungskatze ist und deshalb des nachts nicht auf die Jagd gehen kann, stellt sie Nacht für Nacht allerlei Schabernack in der Wohnung an.
Im Flur wird die Tapete in kleinen Stücken von der Wand gerissen und in der gesamten Wohnung verteilt.
In meinem Zimmer angekommen, beginnt sie meist sich unter dem Bett durchzuhangeln oder versucht mich in die Füße zu kratzen bis ich wach bin.
Hat sie ihr Ziel erreicht darf ich ihr dabei zuschauen, wie sie kleinere Dinge von meinem Schreibtisch herunterschiebt, um dann auf dem Fussboden damit zu spielen. Nimmt man ihr die Sachen weg, geht sie sobald das Licht wieder aus ist auf die Suche nach neuen Kleinteilen, die sie in ihr Spiel einbinden kann. Und wenn das alles keinen Spass mehr macht, beginnt sie wie eine Rakete durch die Wohnung zu schießen, bis sie sich schließlich irgendwann schnaubend am Fussende meines Bettes auf die Decke legt und einschläft, während ich erstmal noch eine ganze Weile wach bin.
Januar16
Die wahre Eigentümerin meines Bettes!
November24
Sie kochen und essen gerne, aber verabscheuen den Abwasch danach? Sie hassen dreckiges Geschirr, aber lieben die Handhabung von Kehrblech und Handbesen? Dann bestellen sie sofort das Modell “Yindi – the Destroyer”. Sie beseitigt ihr dreckiges Geschirr im Nu. sie müssen im Anschluss an die erfolgte Zerstörung nur schnell den Handbesen und das Kehrblech schwingen, damit sie lange Freude an ihrem Modell “Yindi – the Destroyer” haben. “Yindi – the Destroyer” bietet ihnen jede Menge Vorteile: Sie müssen nie wieder abspülen und haben die Möglichkeit immer wieder neues Geschirr in ihrem Haushalt begrüßen zu dürfen!
Oktober23
Heute Morgen erneut mit Yindi bei der Tierärztin gewesen. Doofes Frauchen mit beklopptem kleinen Dauerkläffer Dackel. Meine kleine Katzendame hatte großes Herzklopfen. Das doofe Frauchen hatte ihren Dackel einfach nicht unter Kontrolle…aber alle anderen waren Schuld…der liebe Labrador, der nichts mit ihrem Hund zu tun haben wollte…und natürlich meine Yindi, die der bekloppte Dackel so gerne gefressen hätte! Na klar – auf`s Maul für Hundchen und Frauchen! Einschläfern! Beide! Sofort!!! Die Fäden wurden gezogen und nun muss Yindi endlich keinen Trichter mehr tragen. Dafür gab es ein kleines Pieksen bei der folgenden Impfung. Aber wenigstens hatte Yindi keine Angst vor dem Labrador der Tierärztin.