Sarah Bosetti – Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so

Nachdem ich bereits „Mein schönstes Ferienbegräbnis“ und „Wenn ich eine Frau wäre“ von Sarah Bosetti verschlungen habe, freute ich mich sehr, als ich im letzten Herbst mitbekam, dass sie ein weiteres Buch veröffentlicht hatte: „Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so“.

Sarah Bosetti – Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so

Inhalt:

Niemand mag es, doch wir alle tun es: scheitern. An uns selbst, aneinander, an der Welt und natürlich an unseren Ansprüchen. Dabei ist es doch ganz einfach: Wenn man mal wieder das Mittelmaß trifft, einfach freundlich grüßen! In diesem Buch lotet Sarah Bosetti auf einer Silvesterparty – der Nacht der gescheiterten Existenzen – die vielen Möglichkeiten aus, sich zwischen Erfolg und Misserfolg genussvoll einzunisten. Sie erzählt von Menschen, die Schauspieler werden, weil sie es als Kellner einfach nicht geschafft haben, vom Versuch, mit Schwimmflügeln an den Füßen über Wasser zu gehen, und von der Einsicht, dass wir alle Gollum sind, wenn man uns neben Scarlett Johansson stellt. Ehrlich, selbstironisch und sehr witzig!

Fazit:
Die Beschreibung der Silvesterparty, zu der die Protagonistin ausschließlich fremde Personen eingeladen hat, nachdem sie ihre Freunde vor ein paar Tagen durch einen Un- bzw. Vorfall mit einem Kaninchen „verloren“ hat, ist äußerst skurril und durchsetzt mit schreiend komischen Gedanken zum Thema Scheitern.

Nachdem mir ihr erstes Buch „Wenn ich eine Frau wäre“ nicht so gut gefallen hat und ich von „Mein schönstes Ferienbegräbnis begeistert war – hat mir „Ich bin sehr schön, das sieht man nur nicht so“ mit seinen klugen, oft schon fast philosophisch wirkenden Wahrheiten, die immer auch eine Spur Gehässigkeit enthielten, wieder sehr gut gefallen. Von mir gibt es deshalb eine Leseempfehlung.

 

 

 

08. April 2018 von Julia
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