Joey Goebel – Vincent

Vor ca. 2 Monaten bekam ich zu meinem Geburtstag neben vielen anderen schönen Dingen auch „Vincent“ von Joey Goebel geschenkt. Als ich den Klappentext las, war ich erst einmal ein wenig verunsichert, ob ich dieses Buch überhaupt würde lesen wollen. Ich legte es in mein Bücherregal zu den anderen Büchern. Vor 1 1/2 Wochen rang ich mich schließlich dazu durch es zu lesen.

Die Geschichte: 

„Ein alter, todkranker Medientycoon: Foster Lipowitz. Er hat sein Leben lang die Menschheit mit seichter Unterhaltung überschüttet, nun plagen ihn Gewissensbisse. Der Plan: Aus hochbegabten  Kindern echte Künstler zu machen, die Meisterwerke schaffen. Doch ohne Leid keine Kunst. Ein dunkler Schutzengel: Um die schmutzige Arbeit kümmern sich >Beschützer< der Kinder, wie Harlan. Und der nimmt seine Arbeit sehr ernst. Das Opfer: Vincent Spinetti, der talentierteste Schüler von allen. Dank Harlans unablässigen Bemühungen wird Vincents Leben zur Hölle. Je tiefer Vincent im Kummer versinkt, desto höher seine Kunst. Bringt Vincent das Kunsstück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden?“

Aus dem Klappentext: 

„Wußten Sie, daß alle großen Popsongs und Filme von einem einzigen unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Damit ihm die Ideen nicht ausgehen, sorgen >Beschützer< dafür, daß ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. […] Ein Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.“

Joey Goebel - Vincent

Fazit: Wie ich bereits zu Beginn erwähnt habe, war ich erst einmal verunsichert, ob ich „Vincent“ überhaupt lesen wollen würde. Ich fand die Geschichte, wie sie im Klappentext beschrieben wurde, sehr krass. Denn wer möchte schon gerne leiden, mitbekommen wie andere leiden oder lesen, wie jemandem permanent neues Leid zugefügt wird, damit seine künstlerische Ader nicht versiegt? Mir war das Ganze, die Idee des Buches, am Anfang ziemlich suspekt.

Schließlich rang ich mich doch dazu durch „Vincent“ zu lesen. Immerhin hatte ich das Buch von einem sehr netten Menschen geschenkt bekommen, der den Roman sehr gut fand. Warum sollte ich ihm also misstrauen?

Eben habe ich die letzten Zeilen von „Vincent“ gelesen. In der Zwischenzeit habe ich ziemlich oft gedacht „Meine Güte, was für eine krasse Scheiße! Wie kommt man auf sowas? Da muss man doch total verrückt sein, um sich so etwas auszudenken.“ Des Weiteren dachte ich mir: „Ohje, armer Vincent – wieviel muss er noch ertragen?“

Ja, ich bleibe bei meiner Meinung – in „Vincent“ steht ziemlich viel krasser Scheiß! Aber – er ist gut, richtig toll! Er regt zum Nachdenken an. „Vincent“ war für mich zum großen Teil sehr schwere Kost, weil es mir einfach wehtat lesen zu müssen, was „Vincent“ alles widerfährt und wie er damit umgeht. Definitiv kein Buch für schwache Nerven. Aber trotzdem oder gerade deswegen sehr lesenswert!

08. Juni 2012 von Julia
Kategorien: Rezension | Schlagwörter: , , , | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Liebe Zauberfrau, „Vincent“ ist wirklich ein mitreißender Roman – zumindest in meinen Augen: http://www.literaturzeitschrift.de/rezension/lesen.php5?page=detail&id=258&search=bla&id_book=255

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