Eins, zwei, drei, 4 – #bcberlin3

Letztes Wochenende war ich also auf meinem ersten Barcamp in Berlin. Den Freitag hatte ich mir extra frei genommen, um auch wirklich pünktlich am Bahnhof zu sein. 20 Minuten vor der eigentlichen Abfahrtszeit des Zuges stand ich dann auch mit meinem Ticket im Gepäck am Bahngleis und wartete auf die Ankunft des Zuges.

Aber, die Bahn wäre ja nicht die Bahn, wenn den wartenden Fahrgästen ca. 10 Minuten vor der erwarteten Ankunftszeit mitgeteilt würde, dass der Zug 20-25 Minuten Verspätung hat. Schon 2 Minuten später wurde diese Auskunft dann in 30-35 Minuten Verspätung korrigiert. Die Wartezeit verbrachte ich dann damit mich mit einem netten jungen Herren zu unterhalten, der zufällig als Dozent ein Blockseminar in meinem Studienfach anbot. Ein halbes „Fachgespräch“ also. 😉

Mit 40 Minuten Verspätung erreichte der ICE nach Berlin dann endlich Bielefeld. Vorher darüber informiert, dass im Wagen 31 ein Platz für mich „reserviert“ worden sei, stieg ich also in Wagen 31 und suchte die Sitzplatznummern ab. Von meiner mir bis dahin unbekannten „Begleitung“ wurde ich dafür dann erstmal mit einem Lachen begrüßt – das Eis war gebrochen. Nun waren wir also schon zu dritt auf dem Weg zum Barcamp. In Hannover stiegen dann noch zwei weitere Barcamper zu.

Um 19:40 Uhr erreichten wir schließlich Berlin. Schnell noch „neuen Lebensgeist“ bei St*rbucks getankt und auf ging’s zum Hostel. Und da standen wir nun an der Rezeption: Mann 1: „Guten Tag wir haben das Venus-Spezial gebucht. Wir hatten für 3 gebucht, sind jetzt aber zu viert. Die „Empfangsdame schaut auf, starrt uns an und man sieht wie sie innerlich durchzählt: Eins, zwei, drei, 4. Mann eins, Mann zwei, Mann drei, Frau. Tja, aber wir sind ja eine große Familie und tragen, als wir mit unseren Chipkarten in Richtung unseres Zimmers aufbrechen alle den gleichen Nachnamen. 😀

Kurz noch etwas frisch machen und dann geht es zur Warm Up Party in die Möbelfabrik. Das mit der Navigation klappt nicht völlig einwandfrei… 😉 . Schon am Eingang lerne ich weitere Twitterer persönlich kennen. Es ist ein wirklich schöner und „ausgelassener“ Abend. Da es am nächsten Morgen „früh“ losgehen soll, brechen Mann 1 und ich schließlich gegen 20 vor 2 in Richtung Hostel auf. Auf dem Marsch dorthin plagen uns plötzliche Hungergelüste und wir fallen noch bei einer Hot Dog Bude ein.

Satt werden die Stockbetten erklommen. Der Versuch einzuschlafen, wird nach kurzer Zeit von Mann 2 und Mann 3 jäh gestört, die dann noch mindestens eine halbe Stunde die Runde belustigen. 😉

Meine erste Nacht in einem Hostel beginnt… ich würde behaupten, dass ich kaum geschlafen habe, da zwei der Herren es sich zur Aufgabe gemacht hatten das Zimmer kurz und klein zu „sägen“. Aber „alte Menschen“ brauchen ja nicht soviel Schlaf und so geht es am nächsten Tag frisch und munter zum Barcamp.

Am Counter melden, Namensschild abholen und ein Barcamp T-Shirt organisieren. Dann geht’s auf, um sich an den Stellwänden über die angemeldeten Sessions für diesen Tag zu informieren. Schnell habe ich 2 Sessions gefunden, die mich interessieren. Mehr als diese 2 Sessions habe ich dann wirklich nicht besucht, da das „Drumherum“ einfach zu nett war. Viele schöne Gespräche mit sehr interessanten und lieben Menschen hielten mich irgendwie davon ab. 😉 Der Sonntag verlief dann sehr ähnlich… 😀 .

Der Samstag Abend wurde dann zunächst mit Pizza und Pasta begonnen und über die Party im St. Oberholz bis in den raw Tempel fortgeführt. Das Schauspiel, das sich uns im raw tempel bot war wirklich sehr skurril… erwachsene Menschen begannen plötzlich mit überdimensionalen Marionetten zu spielen, während das „Publikum“ sich zum Drum ’n Bass Sound bewegte… Aber: Prädikat super geil! Ich glaube, sowas passiert einem in anderen deutschen Städten nicht allzu häufig… *g* . Berlin, ich mag dich so langsam immer mehr!

Etwas traurig war ich dann schon als ich am Sonntag die Reise nach Bielefeld antreten musste… Die Eindrücke des Barcamps haben mich irgendwie „überwältigt“ und deswegen wird das bcberlin3 auch definitiv nicht mein letztes gewesen sein. 😉

An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an das Orgateam des bcberlin3!!!

Fotos vom Barcamp gibt es übrigens hier.

25. Oktober 2008 von Julia
Kategorien: Angebot & Nachfrage, On the road again | 4 Kommentare

Kommentare (4)

  1. das ist doch mal ein schöner Bericht! Naja und mit drei Männern im Raum ist es wirklich schwer einzuschlafen… wenn die schnarchen! 😉

  2. Also klingt ja echt gut, muss ich auch mal hin 🙂

  3. Ich weiss, ich oute mich jetzt als absolut unheilbarer Hinterwäldler… aber… worum zum Teufel gings bei diesem Event überhaupt??? Ich hab gesucht und gesucht und gesucht und finde den tiefen Sinn nicht…

  4. Ich vermute mal nettes Beisammensein, ein wenig Entertainment usw. …. ;).
    Und tiefer Sinn …, was ist das schon :-P.
    btw: Ich hasse Spam-Bots und den daraus resultierenden Spam-Schutz :-(!

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