November23
Montag, 21.11.05, Schauplatz: Hörsaal 4 in der Universität Bielefeld, Zeit: ca. 16:25 Uhr. Die Sozialstrukturanalysevorlesung hat bereits begonnen, als mit etwa 10 minütiger Verspätung ein junger Mann den Hörsaal Nr.4 betritt. In seiner rechten Hand hält er einen Teller, der beladen ist mit einer großen Portion Pommes Frites mit Mayonaise. Unter den gierigen Blicken der anderen Studenten/innen setzt er sich in die zweite Reihe und beginnt genüsslich seine Pommes zu essen. Gestern dann in einem anderen Hörsaal lag direkt an dem Platz neben mir eine Speisekarte für einen Pizzabestellservice. Tja, wie wär`s: Einmal Pizza Prosciutto et Funghi in Hörsaal Nr.12 bitte!?! 
November10
Heute war es soweit; ich stattete meiner Hausärztin mal wieder einen Besuch in meiner haarigen Angelegenheit ab. Als ich die Praxis betrat, hustete mir schon eine der Sprechstundenhilfen entgegen. Auf dem Thresen des Empfangsbereiches stand ein Plüschtier, das mit einem Schild ausgerüstet war, dessen Aufschrift den Patienten eine Grippeimpfung empfahl. Nach kurzer Wartezeit im Wartezimmer, in der ich mich über die neuesten Ereignisse in den europäischen Königshäusern informierte
, kam ich schließlich dran. Meine Ärztin war mal wieder sehr nett, drohte allerdings etwas die Fassung zu verlieren als ich ihr berichtete, dass die Sprechstundenhilfe meines Hautarztes sich geweigert hatte mir den Bericht des Hautarztes für sie mitzugeben. Die Sprechstundenhilfe hatte mich damals mit dem Argument abgespeist, dass meine Hausärztin eh nichts mit dem Bericht anfangen könnte. Hm, ich dachte eigentlich meine Hausärztin sei auch Ärztin
!? Meine Hausärztin machte daraufhin eine Ferndiagnose für die Sprechstundenhilfe. Ergebnis: totale Inkompetenz kombiniert mit absoluter Unverschämtheit!!! Ich glaube meine Ärztin hätte der Sprechstundenhilfe gerne eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt…
November2
Als ich gestern Morgen aufwachte, hatte ich richtiges Herzrasen. Ich hatte schlecht geträumt. In meinem Traum war ich mit einer Freundin in meiner alten Wahlheimat Stuttgart mit der S-Bahn unterwegs gewesen. Dabei hatte ich mein Portemonnaie verloren. Der wirkliche Albtraum begann. Ich machte mir nämlich allerlei Gedanken darüber, dass nun meine EC-Karten weg seien und natürlich auch andere wichtige Dinge, wie mein Führerschein und der Personalausweis. Die Wiederbeschaffung solcher Dinge ist nicht nur zeit- sondern auch ziemlich kostenaufwendig. In einer Zeitschrift habe ich vor einer Weile gelesen, dass es mittlerweile eine Nummer gibt, die man im Falle eines EC-Karten Verlustes, egal welcher Bank anrufen kann um die Karte sperren zu lassen. Natürlich hatte ich diese Nummer in meinem Albtraum nicht in meinem Handy eingespeichert und meine Freundin hatte noch nie von dieser Möglichkeit gehört. Und obwohl mein Konto nie besonders prall beladen ist, spielten sich nun Szenarien in meinem Kopf ab, in denen gewiefte Betrüger mein Konto leerräumten und sogar überziehen würden. Als ich dann endlich aufwachte und bemerkte, dass der Traum zwar sehr real gewesen, aber zum Glück nicht wirklich geschehen war, dauerte es doch noch eine Weile bis ich richtige Erleichterung verspürte.